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Evangelische Kirche Heilgersdorf, erbaut 1753-1758

Die im ländlichen Barockstil errichtete Kirche ist samt ihrem Turm aus massivem Sandstein erbaut und wurde 1758 eingeweiht. Sie liegt auf einer kleinen Anhöhe, zu der acht breite, von sechs zu zwei Meter sich verjüngende Sandsteinstufen von der Straße aus hinauf führen. Sie liegt im früheren Friedhof, der von einer hohen massiven Mauer aus Sandsteinen umgeben ist. Die Kirche bildet den geografischen Mittelpunkt und beherrscht aufgrund ihrer Lage das ganze Dorf.

Der Turm ist durch seine Form einzigartig in dieser Gegend. Er erhebt sich durch 5 Gesimse, die sich immer leicht verjüngen. Er steht im Osten des Gotteshauses und hat zwei Eingänge, zu denen man in neun Stufen hinauf steigt. Der Rechte Eingang führt auf die rechten Emporen und in die Sakristei, die in den Turm eingebaut, hell und geräumig ist. Durch den linken Eingang kommt man auf die linken Emporen und über dem Dachboden zum Glockenraum.

Das Kirchenschiff ist ca. 14 m lang, 10 m breit und 10 m hoch. In der Mitte jeder Seite befindet sich ein Eingang. Außen über den Türen ist das Lichtensteinsche Wappen in Stein gemeißelt.

Das Innere der Kirche ist einfach, hell und geräumig. Auf den beiden Längsseiten sind je fünf Fenster in der Höhe der beiden Emporen und darunter je ein kleineres Fenster für das Kirchenschiff. Hier stehen zwei Mal 9 Bänke direkt zu Altar und Kanzel. Zwischen den Seitentüren und dem Altar stehen sich je drei Bänke gegenüber. Sie sind für die Präparanden und Konfirmanden bestimmt.

Die vier Emporen haben je zwei Bankreihen, die hintereinander angeordnet sind, wobei die hintere Reihe erhöht ist. Alle Emporen hingen bis zur Renovierung 1997 frei in der Außenmauer. Eine Unterstützung wurde notwendig, weil sich die obere Südempore bis 8 cm nach vorne geneigt hat.

An der Westwand unter der Orgel waren bis 1960 der Stand der Pfarrersfamilie und der Stand für die Beamten der Gutsherrschaft

Über der Kanzel befindet sich nur eine Empore, auf der bis 1885 die Orgel stand. Von da an war sie auf der zweiten Empore gegenüber dem Altar. Seit 1966 steht sie wieder am ursprünglichen Platz.

Die Kanzel befindet sich über dem Altar auf der Ostseite und ist mit zahlreichen Ornamenten geschmückt.
Neben der Kanzel hängt eine sehr schöne Sanduhr mit goldenem Gehäuse. Vermutlich wurde sie 1702 von Pfarrer Besserer gestiftet.

Auf dem Altar steht ein Kruzifix aus Holz (19. Jahrhundert). Bis 1920 schmückten drei paar Leuchter aus Zinn den Altar, die jedoch nicht gleichartig waren. Das große Paar blieb erhalten und steht heute noch im Gebrauch. Es ist von Johann Valentin von Juchheim im Jahr 1758 gestiftet worden. Es war der Zimmermeister, der die Kirche entworfen und die Zimmermannsarbeiten ausgeführt hat.
Hinter dem Altar führt eine Türe in die Sakristei.

Die Decke war einst mit drei ovalen Ölgemälden geschmückt. Das größere war in der Mitte und zeigte Jesus als Sämann. Auf dem der Kanzel näheren war ein Engel mit Kelch und Hostien zu sehen, auf dem anderen ein Engel, der ein Kreuz trägt. Dazwischen befanden sich überaus reiche Ornamente in allen Farben. Aufgrund ihres sehr schlechten Zustandes konnten sie nicht mehr erhalten werden.

Das Geläute aus dem Jahr 1955 besteht aus vier Glocken. Es wurde aus freiwilligen Beiträgen und Spenden angeschafft. Die gerostete Eisenglocke aus dem Jahr 1920, die als einzige den Zweiten Weltkrieg überstanden hatte, wurde 2007 durch eine Bronzeglocke ersetzt.

Die Sandstein-Epitaphen waren bis zur Kirchenrenovierung 1960 in den beiden Ständen und in den Treppenaufgängen zum Turm. Dann fanden sie ihren heutigen Platz im Altarraum.

Der hölzerne Taufstein wurde 1758 von Bernhardt-Oehrl um sonst angefertigt. Es ist ein verkleidetes Lattengestell.
Der ältere Taufstein aus Sandstein mit Lichtensteiner Wappen und Engelsgestalten, dessen Alter nicht festgestellt werden kann, stand bis 1960 vor der Kirche. Er ist heute wieder in Gebrauch.

 

Die Kirche ist sonn- und feiertags nach den Gottesdiensten bis Sonnenuntergang geöffnet.

Altar und Kanzel von 1758; Taufstein älter
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